Zwischen Zensur und Weltbestseller: Jung Changs persönlicher Blick auf Chinas Weg zur Weltmacht
Inhalt und Hintergrund Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrem weltweiten Erfolg mit „ Wilde Schwäne “ legt die in London lebende chinesische Autorin Jung Chang die Fortsetzung ihrer Familienbiografie vor. Während der Vorgänger die Geschichte dreier Generationen von Frauen bis zum Ende der Mao-Ära beleuchtete, knüpft „Fliegt, Wilde Schwäne“ an diese Zäsur an. Das Werk zieht einen Bogen von den Reformen unter Deng Xiaoping über den wirtschaftlichen Aufstieg des Landes bis hin zur heutigen Führung unter Xi Jinping. Chang verknüpft dabei die politische Transformation Chinas zu einer globalen Supermacht mit ihrer eigenen Lebensgeschichte und der Beziehung zu ihrer Mutter. Ein zentraler Aspekt ist ihr persönliches Leben im Exil, geprägt durch die Tatsache, dass ihre literarischen Werke in ihrer Heimat bis heute streng verboten sind. Stil und Struktur Das 400-seitige, im Heyne Verlag erschienene Sachbuch zeichnet sich durch einen klaren, sachlichen und gut verständlichen Erzählstil aus. Ch...