„Dreihundert Männer“ von Konstantin Richter: Die vergessenen Erfolgsrezepte der Deutschland AG
„Dreihundert Männer“ von Konstantin Richter: Was moderne Startups von Krupp und Siemens lernen können Es gibt Bücher, bei denen man nach wenigen Seiten merkt, dass man eigentlich mit völlig falschen Erwartungen gestartet ist. Genau so ging es mir mit „Dreihundert Männer“ von Konstantin Richter. Ich hatte zuerst mit einer eher klassischen Geschichte über alte Industriekonzerne gerechnet. Viel Wirtschaft, viel Politik, viele Namen. Interessant vielleicht — aber vermutlich trocken erzählt. Stattdessen hatte ich beim Lesen plötzlich einen völlig anderen Gedanken: Krupp, Siemens und viele andere wirkten auf mich wie Startup-Gründer ihrer Zeit. Nicht wie verstaubte Großkonzerne, sondern wie Unternehmer, die mit riskanten Ideen ganze Märkte verändern wollten. Und genau das macht das Buch für mich so spannend. Krupp und Siemens waren einmal Herausforderer Heute verbindet man Namen wie Krupp oder Siemens automatisch mit Macht und etablierten Konzernen. Dabei vergisst man leicht, dass die...